10. IB-Woche – Caring – 05.11.

Caring

“Wir besitzen und zeigen Empathie, Mitgefühl und Respekt. Wir fühlen uns sozial verantwortlich, um eine positive Veränderung im Leben anderer und in unserer Umwelt auszulösen.

 „Edel sei der Mensch,
hilfreich und gut;
denn das allein
unterscheidet ihn
von allen Wesen, die wir kennen!“

Goethe

Als letztes der IB Attribute widmen wir uns diese Woche dem „Caring“. Dieses IB-Attribut umfasst wesentliche soziale Kompetenzen. „Caring“ lässt sich auf Deutsch nur ungenügend wiedergeben, zu weit weg ist der Gebrauch im englischsprachigen Alltag von der wörtlichen deutschen Übersetzung entfernt. „Caring“ bezeichnet eine Haltung – eine soziale Einstellung, die sich durch Mitgefühl für die anderen Menschen und Respekt vor dem Nächsten umschreiben lässt.

Diese individuelle soziale Einstellung kann dazu führen „den Unterschied zu machen“. – Wir sollen uns manchmal auch als Diener der Mitmenschen verstehen.

Goethe hat natürlich ein wenig Unrecht, denn selbstverständlich kümmern sich auch Tiere um ihre Gattungsverwandten, dies befiehlt ihnen ihr Arterhaltungstrieb. Im Unterschied zum Menschen hingegen, können sie dies nicht bewusst tun. Sie haben nicht die Freiheit eine situative und das Gesamtinteresse abwägende Entscheidung fällen zu können. Nur der Mensch kann eine höhere moralische Einstellung haben, weil er sich ein Stück befreit hat von seinen biologischen Trieben. „Caring“ umschreibt eine Haltung, die das Selbst, bzw. das Ego, ein Stück weit zurücknimmt und auflöst.

Zweifellos ist „Caring“ eines der für die Gesellschaft wichtigsten IB-Attribute. Nur wenn Wissen, Kompetenz und Erfahrung gepaart sind mit einer sozialen Einstellung, wird sich die gesamte Gesellschaft weiterentwickeln.

Als Schule sind wir uns dieser Zusammenhänge bewusst und so fördern und fordern wie „Caring“ bereits im Kindergarten. Unsere Schüler werden früh dazu erzogen, autonom, selbstverantwortlich und gleichzeitig sozialkompetent zu sein.

Gerade für zukünftige Verantwortungsträger ist es besonders wichtig, über fundierte moralische und ethische Grundsätze zu verfügen. Zweifellos sind gute Entscheidungen nur solche, bei denen das Dilemma aus verschiedenen Interessen und Ansprüchen zum Wohle des höheren moralischen und ethischen Gesamtinteresses aufgelöst wurde.

Immer wichtiger werden die von vielen Personalverantwortlichen als „Soft Skills“ bezeichneten sozialen Kompetenzen; denn diese sorgen für ein nachhaltigen Differential jedes Bewerbers gegenüber der immer kompetenteren Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

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