2. IB-Woche – Caring – 29.04.

“Wir besitzen und zeigen Empathie, Mitgefühl und Respekt. Wir fühlen uns sozial verantwortlich, um eine positive Veränderung im Leben anderer und in unserer Umwelt auszulösen.”

“Edel sei der Mensch, / hilfreich und gut; / denn das allein / unterscheidet ihn / von allen Wesen, / die wir kennen! ”

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

In dieser Woche widmen wir uns dem IB-Attribut „Caring“. «Caring» umfasst wichtige soziale Kompetenzen. „Caring“ bezeichnet eine Haltung – eine soziale Einstellung, die sich durch Mitgefühl für die anderen Menschen und Respekt vor dem Nächsten umschreiben lässt. Diese individuelle soziale Einstellung kann dazu führen „den Unterschied zu machen“. – Wir sollen uns dabei auch als Diener unserer Mitmenschen verstehen.

Goethe hat natürlich ein wenig Unrecht, denn selbstverständlich kümmern sich auch Tiere um ihre Artverwandten, dies befiehlt ihnen ihre Biologie. Im Unterschied zum Menschen sind sie also nicht bewusst sozial.

Tiere haben nicht die Freiheit eine situative und das Gesamtinteresse abwägende Entscheidung fällen zu können. Nur der Mensch kann eine höhere moralische Einstellung haben, weil er sich ein Stück befreit hat von seinen biologischen Trieben. „Caring“ umschreibt also eine Haltung, die das Selbst, bzw. das Ego, ein Stück weit zurücknimmt und bewusst auflöst.

Zweifellos ist „Caring“ das für das Zusammenleben in einer Gesellschaft wichtigste IB-Attribut. Nur wenn Wissen, Kompetenz und Erfahrung mit einer sozialen Einstellung verknüpft sind, wird sich unsere Zivilisation weiterentwickeln.

Als Schule sind wir uns dieser Zusammenhänge bewusst und fördern und fordern das Attribut „Caring“ bereits im Kindergarten. Unsere Schüler werden früh dazu erzogen, autonom, selbstverantwortlich und gleichzeitig sozialkompetent zu sein.

Gerade für zukünftige Verantwortungsträger ist es besonders wichtig über fundierte moralische und ethische Grundsätze zu verfügen. Zweifellos sind gute Entscheidungen nur solche, bei denen das Dilemma aus verschiedenen Interessen und Ansprüchen zum Wohle des höheren Gesamtinteresses aufgelöst wurde.

Immer wichtiger werden daher die von den Personalverantwortlichen als „Soft Skills“ bezeichneten sozialen Kompetenzen. Denn diese sorgen schliesslich auch für ein nachhaltiges Differential gegenüber der immer kompetenteren Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt.

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