3. IB-Woche – Balanced – 20.05.

“Wir wollen unsere intellektuelle, körperliche und emotionale Seite in uns ausgleichen, um damit unser eigenes Wohlbefinden und auch das Wohlbefinden anderer zu fördern. Wir erkennen an, dass wir zwar individuell sind, aber als Teil einer Gemeinschaft immer auch in wechselseitiger Abhängigkeit mit unseren Mitmenschen zusammenleben.”

pedras equilibradas

«Das höchste Glück ist das, welches unsere Mängel verbessert und unsere Fehler ausgleicht»

(Johann Wolfgang von Goethe)

 

Der Mensch erkennt Dinge und Eigenschaften, indem er sie von anderen Dingen und Eigenschaften unterscheidet – er nimmt also in erster Linie Unterschiede wahr. Daher liegt es wohl auch in seiner Natur, dass er gerne die Extreme sieht: laut – leise; links – rechts; schwarz – weiss; oben – unten, Stärken – Schwächen. In seinem Reifungsprozess wird sich der Mensch im Leben bewusst, dass es auch eine Mitte gibt, ein Lauwarm, ein Grau, einen Ausgleich.

Eine ganzheitliche Pädagogik – wie sie auch die Basis der Schweizerschule Curitiba ist – geht davon aus, dass der Mensch seine intellektuelle Seite, seine physische und seine emotionale Seite ausgeglichen entwickeln und gestalten muss, um ein sinnvolles und nachhaltiges Leben führen zu können. Zu dieser Ganzheitlichkeit gehört, dass die Schüler lernen, Teil einer Gesellschaft zu sein und in einer Gemeinschaft zu kooperieren.

Ausgeglichenheit wird oft mit dem Wort «gesund» gleichgesetzt. Ausgeglichene Menschen sind psychisch und physisch gesünder als unausgeglichene. Sie bleiben in Stresssituationen angemessen ruhig, besonnen und weise.

Von Entscheidungsträgern wird erwartet, dass sie im Streben nach gesunder Effizienz und Effektivität auch für Ausgeglichenheit sorgen. Moderne Führungspersönlichkeiten müssen sich als Teamplayer verstehen, die Verantwortung auch delegieren können. Dafür ist es für den Erfolg einer Organisation auch entscheidend, dass Teams innerlich ausgeglichen sind, indem sie unterschiedliche Persönlichkeitstypen und eine Vielzahl von individuellen Kompetenzen zusammenfassen.

Zur Ausgeglichenheit gehört schliesslich auch, dass die Führungskraft Mut zur Musse, also zum regenerierenden «Nichtstun», hat.

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