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Das Leben und Werk von Wolfgang von Goethe

Johann Wolfgang von Goethe war deutscher Romanautor, Dramaturg, Schriftsteller und Philosoph. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt geboren und wird als einer der grössten Persönlichkeiten der deutschen Literatur betrachtet. Neben Friedrich Schiller leitete er die literarische Bewegung Sturm und Drang. Goethe kommt aus einer Familie mit grosser wirtschaftlicher Macht und guter sozialer Stellung. […]


In 29 von Mai von 2018

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Johann Wolfgang von Goethe war deutscher Romanautor, Dramaturg, Schriftsteller und Philosoph. Er wurde am 28. August 1749 in Frankfurt geboren und wird als einer der grössten Persönlichkeiten der deutschen Literatur betrachtet. Neben Friedrich Schiller leitete er die literarische Bewegung Sturm und Drang.

Goethe kommt aus einer Familie mit grosser wirtschaftlicher Macht und guter sozialer Stellung. Er wurde zu Hause von seinem Vater und Tutoren erzogen und lernte Französisch, Englisch, Italienisch, Latein und Griechisch. Ausserdem wurde er in den Fächern Naturwissenschaft, Religion, Musik, Reiten, Tanz und Zeichnen unterrichtet. Alle erlernten Fächer übten grossen Einfluss auf die Persönlichkeit des Schriftstellers aus. Auch sein Kontakt mit der Literatur erfolgte während der Kindheit, da seine Familie eine Bibliothek mit mehr als 2000 Büchern besass.

In seiner Jugend studierte er 1765 Jura an der Universität Leipzig unter Einfluss seines Vaters, der auch Rechtsanwalt war. Goethe hatte allerdings nicht sehr viel Interesse an diesem Studium und begann, ein Bohème-Leben zu führen. Das hatte eine Krankheit zur Folge, worauf er in sein Elternhaus zurückkehrte. In dieser Zeit schrieb er seine erste Komödie.

Nach seiner Genesung wurde er nach Strassburg im Elsass geschickt, um das Studium abzuschliessen. In diesem Bereich arbeitete er nur für kurze Zeit. Dabei lernte er Charlotte Buff kennen, in die er sich verliebte und die ihn zu einem der berühmtesten Romane inspirierte: Die Leiden des jungen Werther (1774).

Nach einer Liebesenttäuschung beginnt Goethe, durch Italien zu reisen, wo er mehrere Werke schreibt. Anschliessend zieht er nach Frankreich und heiratet 1806 Christiane Vulpius in Weimar. Seine Ehefrau stirbt beim Einmarsch von Napoleon, 10 Jahre nach der Hochzeit.

Als er Witwer wird, macht Goethe eine pessimistische Phase durch, er erlebt ein Gefühl, das ihm für die meisten seiner damaligen Werke Impulse verleiht. Der Schriftsteller kehrt nach Weimar zurück, wo er am 22. März 1832 stirbt.

Die wichtigste Werke

Die Werke Goethes können sowohl der Bewegung der Romantik als auch des Expressionismus zugeordnet werden. Hier drei seiner berühmtesten Werke:

Die Leiden des jungen Werther (1774)

Mit diesem Buch begann die Romantik. Es ist eines der ersten Werke des Autors, möglicherweise das bekannteste bedingt durch die Selbstmordwelle, die in Europa aufgrund seiner Hauptfigur ausgelöst und als „Werther-Effekt“ bezeichnet wurde.

Das Buch erzählt die Geschichte eines Jugendlichen, der sich in eine Frau mit dem Namen Charlotte verliebt hat. Obwohl sie die Liebe erwidert, wurde Charlotte einem anderen Mann versprochen. Für Werther hätte das Leben nur Sinn mit Charlotte. Wenn er also die Geliebte verliert, verliert er auch das Leben.

Wilhelm Meisters Lehrjahre (1806)

Diese Arbeit brachte hervor, was in der Literatur als Bildungsroman bekannt ist, eine Art von Roman, in dem die Hauptfigur einen Prozess der psychologischen, politischen, sozialen und manchmal spirituellen Entwicklung durchläuft.

In diesem Roman werden die Abenteuer und die Entwicklung des jungen Wilhelm erzählt, der in seine – von niemandem unterstützte – Leidenschaft für eine Schauspielerin und das Theater investiert. Die Handlung findet ab dem Moment statt, als Wilhelm eine geheime Gesellschaft kennen lernt.

Faust (1832)

Dieses Buch ist eines der grössten Meisterwerke der deutschen Literatur. Obwohl es in Form eines Theaterstücks geschrieben wurde, ist es in Wirklichkeit ein in zwei Teile aufgegliedertes Gedicht.

Die Arbeit ist inspiriert von einem Mann, der als Doktor Faust bekannt ist. Seine Erzählung geht von einer Wette aus, die Mephisto mit Gott abschliesst – ähnlich dem Buch Hiob in der Bibel, wobei der erste glaubt, dass er die Seele des Faust erobern kann, der ein sehr religiöser Mann war und als weise betrachtet wurde.

Obwohl Faust klug war, fühlte er sich ständig traurig und verzweifelt. Die Handlung entfaltet sich in den Versuchen Mephistos, Faust einen Augenblick des Glücks zu gewähren.