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Schach zur Entwicklung der Logik

Das Ziel des Spieles ist es, den König des Gegners in Schach zu halten und ihm mit einer unausweichlichen Gefangennahme zu drohen. Dazu sind Konzentration und Strategie nötig. Schach ist ein Brettspiel, das viel Konzentration und Strategie erfordert. Es wird von Millionen von Menschen in verschiedenen Ländern gespielt. Heute gilt es als Sport des Geistes […]


In 26 von April von 2018

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Das Ziel des Spieles ist es, den König des Gegners in Schach zu halten und ihm mit einer unausweichlichen Gefangennahme zu drohen. Dazu sind Konzentration und Strategie nötig.

Schach ist ein Brettspiel, das viel Konzentration und Strategie erfordert. Es wird von Millionen von Menschen in verschiedenen Ländern gespielt. Heute gilt es als Sport des Geistes und bietet offizielle Meisterschaften auf der ganzen Welt. Man hat wissenschaftlich bewiesen, dass das Schachspiel bei der Entwicklung der Denkfähigkeit wie Abstraktion, Gedächtnis und logisches Denken behilflich ist. Aus diesem Grund wächst der Schachunterricht an Schulen und in Clubs deutlich. Lasst uns etwas über den Ursprung dieses Spiels lernen und verstehen, wie es die intellektuelle Fähigkeit verbessern kann.
Ursprung des Schachspiels
Es wird angenommen, dass das Schachspiel seinen Ursprung etwa im 7. Jahrhundert in Indien hatte. Es entstand aus dem indischen Spiel „Chaturanga“, das wahrscheinlich auch Vorfahre der orientalischen Strategiespiele wie „Xiangqi“, Janggi“ und „Shogi“ ist. Das Schachspiel erreichte Europa im 9. Jahrhundert nach der mauritanischen Eroberung Spaniens. Die Figuren übernahmen ihre Funktion Ende des 15. Jahrhunderts und die Regeln wurden im 19. Jahrhundert vereinheitlicht.

Der erste Schachweltmeister Wilhelm Steinitz eroberte 1886 seinen Titel. Seit 1948 wurde die Weltmeisterschaft vom Internationalen Schachverband (FIDE) reglementiert. Der FIDE vergibt ebenso talentierten Spielern Meistertitel, der höchste Titel ist der grosse Meister. Viele nationale Schachorganisationen besitzen ihr eigenes Titelsystem. Der FIDE organisiert auch die Weltmeisterschaft der Frauen, die Jugend-Weltmeisterschaft, die Senioren-Weltmeisterschaft, die Weltmeisterschaften „Blitz“ und „Rapid“ und die Schacholympiade, ein beliebter Wettkampf mit internationalen Mannschaften.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind Computer so programmiert worden, dass sie mit zunehmendem Erfolg Schach spielen, die stärksten Maschinen spielten dabei auf einem höheren Niveau als die besten menschlichen Spieler. Seit den 90er Jahren hat die Computeranalyse wesentlich zur Theorie des Schachs beigetragen, vor allem zum Spielende. Der IBM-Computer Deep Blue war die erste Maschine, die einen Schachweltmeister in einem Spiel besiegte, und zwar Garry Kasparov 1997.
Die Schachpartien
Schach wird auf einem Brett mit 64 Feldern gespielt, die in einem Raster von 8 x 8 angeordnet sind. Jeder Spieler beginnt mit 16 Figuren, zwei Türmen, zwei Pferden, zwei Läufern, acht Bauern, einem König und einer Königin. Jede Figur bewegt sich unterschiedlich, dabei ist die Königin die mächtigste und der Bauer die weniger wichtige Figur. Das Ziel des Spieles ist es, den König des Gegners in Schach zu halten und ihm mit einer unausweichlichen Gefangennahme zu drohen. Zu diesem Zweck werden die Figuren eines Spielers benutzt, um die Figuren des Gegners anzugreifen und zu fangen. Zusätzlich zum Schachmatt kann das Spiel durch die freiwillige Aufgabe des Gegners beendet werden. Das passiert normalerweise, wenn der Spieler viele Figuren verloren hat oder ein Schachmatt unvermeidlich erscheint. Es ist auch möglich, dass ein Spiel unentschieden ausgeht.

 
Das Schachspiel und die Entwicklung der Logik
Im Jahr 2011 wurde an einer Grundschule in der Stadt Telki (Ungarn) im Lehrplan der Schüler ein Programm zum Erlernen des Schachspiels eingeführt. Vorher wurden alle Kinder in der 3. Klasse in logischem Denken, Auswendiglernen, Abstraktion und anderen kognitiven Fähigkeiten getestet. Vier Jahre nach der Einführung des Schachprogramms wurden dieselben Kinder erneut im logischen Denken und zusätzlich in den Naturwissenschaften, Kreativität und Aufmerksamkeit geprüft. Die meisten Schüler der Schachspielgruppe zeigten überschnittliche Leistungen in diesen Bereichen. Die Schule kam zu dem Schluss, dass der Schachunterricht aufgrund dieser Beweise einen sehr positiven Einfluss auf den schulischen Erfolg der Kinder in der Grundschule hatte.

Diese Untersuchung wurde nicht als wissenschaftliche Studie entworfen, zeigt aber, dass die Einführung von Schach im Lehrplan eine große pädagogische Wirkung haben kann. Überraschenderweise wurde Schach nicht wie in vielen Schulen für begabte und talentierte Kinder eingeführt, sondern für entwicklungsbedürftige Kinder, die Schwierigkeiten in der Schule hatten und die Ergebnisse waren sehr zufriedenstellend. Darüber hinaus haben andere Studien die großen Vorteile des Schachspiels als multidisziplinäres Instrument bewiesen, da es die Entwicklung des kognitiven Denkens und der intellektuellen Fähigkeiten im Allgemeinen unterstützt.
Ganzheitliche Bildung
Die Schweizerschule Curitiba bietet verschiedene Freikurse an, u. a. das Schachspiel für Kinder und Jugendliche. Um weitere Informationen zu erhalten, klicken Sie hier. Oder nehmen Sie telefonischen Kontakt auf (Tel. 41-3525-9100).

 

 

Fontes: Sua aula de matemática; Slideshare.