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Simulationsveranstaltung der UNO-Sitzungen – MUN

Seit über 20 Jahren werden Simulationsveranstaltung der UNO-Sitzungen, die sich MUN (Model United Nations) nennen, vor allem an internationalen Schulen verschiedener Länder der Welt (einschliesslich Brasilien, selbstverständlich), immer häufiger.  Man könnte sogar sagen, dass diese Events schon fast eine natürliche Notwendigkeit innerhalb der Schulen geworden sind, die ihre Schüler auf eine uns am nächsten stehende […]


In 14 von August von 2018

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Seit über 20 Jahren werden Simulationsveranstaltung der UNO-Sitzungen, die sich MUN (Model United Nations) nennen, vor allem an internationalen Schulen verschiedener Länder der Welt (einschliesslich Brasilien, selbstverständlich), immer häufiger.  Man könnte sogar sagen, dass diese Events schon fast eine natürliche Notwendigkeit innerhalb der Schulen geworden sind, die ihre Schüler auf eine uns am nächsten stehende Weltwirklichkeit vorbereiten. Folglich vermitteln und entwickeln wir den Sinn der Schüler für Verantwortung, indem wir ihnen die Instrumente liefern, um aktiv an der Entwicklung der Welt teilhaben zu können.

Obwohl es sich um eine Simulation handelt, sind die Themen, Ideen, Diskussionen und die Anwendung einer Fremdsprache, die englische Sprache (bei brasilianischen Schülern zum Beispiel) sehr reell und gehören zu einer realen Möglichkeit und einem wahrhaften Verständnis von Paradigmen, die die internationalen Beziehungen umfassen.

Neben dieser Beziehung und realen Möglichkeit, eine berufliche Karriere in der UNO oder anderen in der Welt verbreiteten Institutionen sozialer Unterstützung zu entwickeln, wird der Schüler, der sich an dieser Simulation beteiligt, zu einem Bürger, der zur Anwendung seiner während der Schulzeit entwickelten Fähigkeiten und Kompetenzen vorbereitet ist. Es ist nicht unbedingt der Inhalt, den er benötigt, um an einer Debatte teilnehmen zu können. Er muss wissen, wie er den Inhalt anwendet, wie er sich ihn aneignet oder was er damit macht, das heisst, wie er die Kompetenzen im sozialen, kommunikativen Bereich, im Bereich der Eigenständigkeit, des Denkens und der Recherche entwickelt und sie benutzt, wo es notwendig ist. Diesem Gedanken folgend und im Einklang mit der Realität der internationalen Bildungsgemeinschaft nimmt die Schweizerschule Curitiba nicht nur in verschiedenen Teilen Brasiliens an Events dieser Art teil, sondern organisiert auch ihre eigene Simulation, das SMUN.

Die Veranstaltung SMUN, die zum dritten Mal stattfindet, ist die Simulation der UNO und wird von den Schülern und der Koordination der Gymnasialstufe organisiert. Die Schüler gehören dem MUN-Club an und werden „deMUNz“ genannt. Jeder Schüler hat seine spezifische Funktion wie zum Beispiel, die Gäste zu empfangen, Sponsoren zu ermitteln, weitere Schulen einzuladen und die Themen innerhalb der Komitees, die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie zu organisieren.

Anfang des letzten Jahres nahmen 10 Schülerinnen und Schüler unserer Schule an einer Simulationsveranstaltung der UNO-Sitzungen in São Paulo teil. Insgesamt waren 250 Teilnehmer aus internationalen Schulen der Region, anderer Teile Brasiliens und Lateinamerika anwesend. Bei dem Eröffnungsvortrag gab uns der Gastredner Hinweise darauf, dass wir wohl auf dem richtigen Weg sind. Dieser Amerikaner, der neben verschiedenen Lehrtätigkeiten an besonderen Missionen für die UNO arbeitet, erwähnte, dass er in der vorangegangenen Woche an einer Sitzung der UNO in Genf/Schweiz mit verschiedenen Persönlichkeiten der Institution, einschliesslich dem Generalsekretär, António Guterres aus Portugal, teilgenommen habe.

Zu Beginn dieses Jahres nahmen wir an einem anderen Event in São Paulo teil, das von der Harvard-Schule organisiert worden war. Aus diesem Grund waren ausser brasilianischen und lateinamerikanischen auch viele amerikanische Schüler anwesend. Die Eröffnung der Veranstaltung wurde von einem Brasilianer durchgeführt, der seit 20 Jahren bei besonderen Missionen der UNO auf der ganzen Welt mitarbeitet. Er berichtete über die Länder, die er im Laufe der Jahre bereiste, über die Sprachen, die er erlernte, über die Menschen, die er kennen lernte und denen er behilflich war, über die Strukturen, die seine Aktivitäten umgaben. Diese Rede beeindruckte alle Teilnehmer und liess viele träumen.

Was haben diese beiden Situationen gemein? Mit Entschlossenheit, Studium, dem Wunsch, etwas zu tun, damit sich unsere Gemeinschaft so gut wie möglich entwickelt, und Zielorientierung begannen die beiden Fachmänner ihre Karriere bereits an den entsprechenden Gymnasien. Als sie Schüler waren, führten ihre Schulen Events durch, bei denen die Schüler und Gäste innerhalb einer Debatte mit einem bestimmten Thema ein Land (sie vertraten also eine politische Richtung und ein Ideal), eine politische Linie und einen kulturellen Gedanken vertraten. Das ist genau das, was wir bei diesen beiden Veranstaltungen machen.

Auf diese Weise vermitteln wir, was für unsere Erziehung Priorität ist: Autonomie, damit die Schüler organisiert arbeiten, ihre Fähigkeiten und Kompetenzen entwickeln können und gleichzeitig die Gewissheit haben, dass sie zu einer Gemeinschaft gehören, in der jeder eine wichtige Stellung hat. Dies stärkt den Kopf, das Herz und die Hand.