Ausserschulische Lernorte

Bauernhoftiere direkt auf einem Bauernhof anzutreffen und nicht nur über ein Bilderbuch zu entdecken, ist für Kinder eindrucksvoller und bereichernd. Denn wenn sie das in der Schule Gelernte auch in realen Situationen erfahren und anwenden können, wird für sie das Lernen erst ganzheitlich.

crianças olhando ovelhas em um pasto

Unterricht außerhalb der Schule zu praktizieren ist kein neues Phänomen. Historisch gesehen bezog schon die Reformpädagogik außerschulische Lernorte in die schulischen Bildungsprozesse ein. Ende des 19., anfangs des 20. Jahrhunderts wollten die Reformpädagogen über eine veränderte Bildungs- und Lerntheorie zu einer Didaktik gelangen, die in einem handlungsorientierten Unterricht vor allem die Selbsttätigkeit der Schüler in den Mittelpunkt stellt.

Im Zentrum der ausserschulischen Lernorte steht das praktische und konkrete Erleben und Erfassen von bestimmten Themen oder verschiedenen Situationen. Diese Art von Lernausflügen knüpft in der Regel an das im Unterricht behandelnde Thema an und hat das Ziel, den Lerninhalt zu vertiefen und anzureichern.

crianças atravessando uma ponte

Nicht nur in der Natur auch im Bereich der Arbeitswelt, der Kunst, Geschichte und Kultur stehen unseren Schülern ausserschulische Lebensräume zur Verfügung, die viel Interessantes und neue Zusammenhänge bieten, ein ganzheitliches Lernen mit Kopf, Hand und Herz ermöglichen und aussergewöhnliche Erlebnisse bereitstellen.

Diese Erlebnisse bieten einerseits vielfältige Sprachanlässe für den weiteren Unterricht, andererseits stärken sie auch soziale Kompetenzen wie z. B. Kooperations- und Teamfähigkeit eines jeden Schülers sowie der Klassengemeinschaft. Deshalb sind unter anderem auch gemeinsame Schulausflüge, Studienwoche und Klassenfahrten ein fester Bestandteil in der pädagogischen Arbeit der Schweizerschule.

 

Quelle: Fachkommission Natur-Mensch-Mitwelt NMM, Januar 2010

Reformpädagogik /  Wikipedia

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