Universitäten in der Schweiz und in Deutschland

Im deutschen Sprachraum versteht man unter einer Universität eine Hochschule, welche die Gesamtheit aller Wissenschaften – aufgeteilt in die klassischen Fakultäten: Theologie, Medizin, Recht, Naturwissenschaften, Geisteswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften – anbietet. Daneben gibt es Technische und Pädagogischen Hochschulen. Normalerweise erteilen diese auch akademische Grade, bieten aber nur bestimmte Fächer an.

In Deutschland gibt es 106 staatliche Universitäten und 217 Technische Hochschulen. Der Zugang zu diesen Hochschulen ist kostenlos. In der Schweiz gibt es zwölf staatliche Universitäten, darunter die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich und Lausanne, die in globalen Rankings sehr weit oben stehen. Daneben gibt es etwa 20 Fachhochschulen. Die durchschnittliche Semestergebühr liegt bei ca. 900 Franken. Im Vergleich zu den USA oder Grossbritannien ist ein Hochschulstudium in der Schweiz und in Deutschland günstig, da die staatlichen Hochschulen zu einem grossen Teil mit Steuergeldern finanziert werden.

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind allerdings sehr hoch und liegen je nach Studienort und persönlichen Ansprüchen zwischen 20’000 und 30’000 Franken pro Jahr. Die Lebenshaltungskosten für Deutschland sind etwa ein Drittel tiefer anzusetzen. Über die Eidgenössische Stipendienkommission für Ausländische Studierende (ESKAS) gewährt die Schweiz jedoch auch ausländischen Studierenden Stipendien.

Das Studienjahr besteht aus zwei Semestern (Winter- und Sommersemester). Dazwischen liegt die Vorlesungsfreie Zeit, in welcher wissenschaftliche Arbeiten angefertigt und Prüfungen vorbereitet und geschrieben werden oder Semesterferien sind.

Die Studiengänge in Deutschland und der Schweiz sind auf das Ziel des Erreichens der in der gesamteuropäischen Hochschulharmonisierung «Bologna-Reform» festgelegten neuen Master– und Bachelor-Abschlüsse umgestellt worden. Europaübergreifend haben sich 45 Länder diesem Prozess angeschlossen. Eine Konsequenz des Bologna-Prozesses ist, dass die Hochschulabsolventen immer jünger werden und sich ihre Ausbildungszeiten deutlich verkürzen.

Grundsätzliche Voraussetzung für die Immatrikulation ist meistens die sogenannte «Hochschulreife». Diese wird in der Regel durch den Ausweis, mit dem Ausländer in ihrem Heimatland ein Universitätsstudium aufnehmen könnten, ausgewiesen und welcher der Schweizer Matura und dem deutschen Abitur entspricht. Die einzelnen Hochschulen entscheiden selber, welche Ausweise aus welchen Ländern sie akzeptieren. Bei einigen Fächern (Medizin in Deutschland und der Schweiz sowie Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin in Deutschland) gilt eine allgemeine Zulassungsbeschränkungen (Numerus clausus).

Studierende oder Schüler und Schülerinnen, die nicht aus dem EU/-EFTA-Raum stammen (Drittstaaten), müssen ihrem Gesuch einen Plan zum Studienbesuch mit Angabe des Ausbildungsziels (Maturität, Bachelor, Master etc.) beilegen. Zudem braucht man eine schriftliche Bestätigung der Lehranstalt, dass man den Unterricht besuchen kann und die nötigen Sprachkenntnisse hat.

Die Absolventen der Schweizerschule Curitiba erlangen das IB-Diplom. Dieses Diplom entspricht grundsätzlich einem Abitur oder einer Matura. Die Universitäten und Hochschulen in der Schweiz und in Deutschland legen jeweils im Einzelfall fest, wie viele Punkte dir Schüler im IB-Diplom erreichen müssen und welche Fächerkombination sie belegen müssen um Zugang zur Universität, bzw. Hochschule zu erlangen.

 

Weiterführende Links:

Studium in der Schweiz:

– https://www.swissuniversities.ch/de/hochschulraum/studieren/studieren-in-der-schweiz/

Studium in Deutschland:

– https://www.study-in.de/pp_studyinde/de/studium-planen/bewerbung_27435.php

Universitätsrankings:

– https://www.timeshighereducation.com/world-university-rankings

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