„International Baccalaureate“ (IB)

Jeden Tag erkennen wir, wie wichtig es ist, miteinander in Kontakt zu treten, zu interagieren, sich zu verstehen und zu wissen, wie man zusammenlebt. Ein Mann oder eine Frau unserer Zeit zu sein, setzt voraus, Teil einer integrierten Welt zu sein, die unter den Völkern kulturelle, soziale und sogar wirtschaftliche Ähnlichkeiten und Unterschiede teilt und uns in einen sehr anspruchsvollen internationalen Rahmen einfügt.

Aus dieser Idee ergibt sich das Bedürfnis nach Anpassung, (Wieder-)Erlernen. Dieses Wissen ist mehr als nur das Speichern von Inhalten (da viele Informationen mit einem einfachen Mausklick auf den Computer verfügbar sind). Es werden Fähigkeiten entwickelt, die bei dieser Inklusion und Überwindung behilflich sind, um zu wissen, was in bestimmten Situationen zu tun ist, wozu die erlangten Kenntnisse dienen, wie man lernt, den anderen zu verstehen (kulturelle, wissenschaftliche, historische Ausdrucksweise usw.), und ausgewogen, kommunikativ, sozial etc. zu sein.

In Anbetracht einer Welt, wie sie heute existiert, wurden einige Lehrpläne aus der Notwendigkeit heraus entwickelt, den Schüler auf ganzheitliche und umfassende Weise auszubilden, wie das „International Baccalaureate“ (IB), das wir an der Schweizerschule Curitiba neben dem nationalen Lehrplan des Erziehungsministeriums anbieten.

menino na floresta segurando lupa em frente ao rosto

Die Entstehung des „International Baccalaureate“

 Das International Baccalaureate® (IB) wurde 1968 in Genf (Schweiz) als eine nicht profitorientierte Bildungsstiftung gegründet.

Mit Blick auf die internationale Schule in Genf entwickelte eine Gruppe von talentierten Lehrern mit Hilfe von mehreren anderen internationalen Schulen das Diplomprogramm IB.

Um jüngeren Schülern Zugang zu einer IB-Ausbildung zu ermöglichen, gliederte das IB 1994 das Programm der Mittelstufe (MYP) bei, ein Lehrplan für Schüler von 11 bis 16 Jahren, und schuf 1997 das Programm der Grundstufe (PYP) für Schüler im Alter von 3 bis 11 Jahren. Diese Programme waren zu der Zeit noch nicht ganz abgeschlossen, das IB entwickelte sie aber weiter, und heute sind sie komplett. So wie im IB-Programm versuchen das MYP und PYP, den Schülern eine internationale Perspektive und die Fähigkeit zu kritischem Denken zu vermitteln.

 

Die Mission des „International Baccalaureate“

Das “International Baccalaureate” hat das Ziel, solidarische, gut informierte und fragende Schüler heranzubilden, die fähig sind, durch gegenseitiges Verstehen und interkulturellen Respekt zur Schaffung einer besseren und friedlicheren Welt beizutragen.

Zugunsten dieses Ziels arbeitet die Organisation mit Schulen, Regierungen und internationalen Organisationen, um rigorose internationale Erziehungsprogramme und Bewertungsmethoden zu schaffen und zu entwickeln.

Diese Programme leiten Schüler aus der ganzen Welt dazu an, das ganze Leben zu lernen, mitzuwirken und mitzufühlen und zu verstehen, dass andere Menschen mit ihren Verschiedenheiten auch Recht haben können.

 

Die Entstehung des IB-Programms

Das IB-Programm wurde in englischer und französischer Sprache von Dozenten der internationalen Schule in Genf mit immer grösserer Unterstützung von verschiedenen internationalen Schulen gegründet. Das Programm, das zum Diplom führte, bestand aus einem einheitlichen vor-universitären Lehrplan und einer einheitlichen Struktur von externen Prüfungen für Schüler aus auf der ganzen Welt verstreuten Schulen.

Das Diplom-Programm versuchte, den Schülern eine wahrhaft internationale Ausbildung zu ermöglichen – eine Ausbildung, die zu einem Verständnis und einer Würdigung anderer Kulturen, Sprachen und Sichtweisen anregt. Die Schulen, die als erste das Diplomprogramm angeboten haben, waren hauptsächlich private internationale Schulen, aber es gab eine kleine Anzahl von Institutionen und öffentlichen Schulen, die Bildungsämtern der Regierung angehören. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert, und heute sind fast 50% aller Schulen, die das Diplomprogramm anbieten, öffentlich (ohne Berechnung von Schulgeld).

 

Was ist das Diplom-Programm?

 Das Diplomprogramm ist ein anspruchsvoller Lehrplan von 2 Jahren, zunächst für Schüler im Alter von 16 bis 19 Jahren. Es bietet eine an den wichtigsten Universitäten der Welt anerkannte Qualifikation.

Die Schüler lernen mehr als nur unendlich viele Fakten. Das Diplomprogramm bereitet die Schüler auf die Universität vor und leitet sie dazu an:

  • herausfordernde Fragen zu stellen;
  • das Lernen zu lernen;
  • einen starken Sinn für die eigene Identität und Kultur zu entwickeln;
  • die Fähigkeit zu entwickeln, sich mit Menschen anderer Länder und Kulturen zu verständigen und sie zu verstehen.

 

Welche Anforderungen stellt das IB-Programm?

Während des IB-Diplom-Programms

  • belegen die Schüler 6 akademische Fächer, drei und nicht mehr als vier auf der Leistungsstufe (HL) und zwei oder drei auf der Standardstufe (SL);
  • schreiben die Schüler eine Facharbeit von 4000 Wörtern – den Extended Essay – in irgendeinem Fach, das vom IB anerkannt wird, vorausgesetzt, dass die Schule einen Lehrer hat, der die Arbeit betreuen kann;
  • nehmen die Schüler an einem Kurs über die Wissenstheorie (TOK) teil;
  • nehmen die Schüler an ausserschulischen Aktivitäten teil, die kreativer, künstlerischer oder sportlicher Natur sein können. Der allgemeinnützige Dienst ist ebenso eine Anforderung. Diese Komponente ist als CAS (Kreativität, Aktion und Dienst) bekannt.

Wie ist das Notensystem des IB-Diploms?

Die folgenden Noten gelten für die Diplomprüfungen:

1 =  sehr schwach                              5 =  gut

2 =  schwach                                      6 =  sehr gut

3 =  ausreichend                                 7 =  exzellent

4 =  zufriedenstellend

 

Unter bestimmten Bedingungen wird Kandidaten, die 24 oder mehr Punkte erreichen, das IB-Diplom verliehen. Je nach Notenkombination können drei Extrapunkte für die Facharbeit (Extended Essay) und für den Wissenstheorie-Kurs (TOK) erteilt werden. Es können maximal 45 Punkte (die Extrapunkte eingeschlossen) erreicht werden.

Welche Fächer bietet die Schweizerschule Curitiba an?

 

Gruppe 1 Sprache A Portugiesisch A  Sprache und Literatur HL
Gruppe 2 Sprache B Englisch B HL
Gruppe 3 Gesellschaftskunde Geographie HL oder SL
Gruppe 4 Naturwissenschaften Biologie HL oder SL, Physik HL oder SL, Chemie SL
Gruppe 5 Mathematik Mathematik HL oder SL
Gruppe 6 Wahlfächer Deutsch B HL oder SL, Französisch B HL oder SL

 

  • Es sind mindestens 5 Schüler notwendig, um ein Fach anbieten zu können.
  • Die Schüler, die an deutschen oder Schweizer Universitäten studieren wollen, müssen ein Fach in der Leistungsstufe oder aus der Gruppe 4 oder 5 belegen.

 

Wann legen die Schüler die Prüfungen ab?

Das Diplom ist ein Zwei-Jahres-Programm. Unsere Schüler machen die Prüfungen im Monat Mai in der 4. Klasse der Gymnasialstufe.

Warum ist das Diplom-Programm so besonders?

  • Das IB-Diplom-Programm ist auf der ganzen Welt bekannt und gewährleistet den Schülern eine zunehmende Anpassungsfähigkeit und Mobilität.
  • Der Lehrplan und die Pädagogik des IB-Diploms stellen internationale Lehr- und Lernperspektiven in den Vordergrund und bestehen ausserdem darauf, dass die Schüler ihre eigene Sprache und Kultur voll und ganz nutzen.
  • IB-Schulen müssen einen ausführlichen Genehmigungsprozess durchlaufen, um das IB-Diplom-Programm anzubieten. Dieser bezieht eine Studie der Ressourcen und Verpflichtung der Schule mit der Philosophie und Mission des IB ein.
  • Die IB-Lehrer nehmen an mehreren Kursen teil, um ständig ihre Kenntnisse zu aktualisieren und ihre Erfahrungen mit Kollegen aus der ganzen Welt auszutauschen.
  • Viele Schüler, die das IB-Diplom erhalten, stellen fest, dass das Programm ihre Möglichkeiten an den Hochschulen verbessert. Das IB arbeitet mit Universitäten auf der ganzen Welt zusammen, um die Anerkennung des IB-Diploms zu erlangen.
  • Die zentralen Komponenten des IB-Diploms ermutigen die Schüler dazu, an kreativen und ehrenamtlichen Aktivitäten teilzunehmen. Ausserdem betonen sie die Wichtigkeit der Reflexion auf persönlicher und akademischer Ebene.
  • Das IB veröffentlicht Material zur Information und Unterstützung der Schulen, die seine Programme anbieten. Die Organisation beginnt jetzt, Material zu produzieren, das direkt vom Schüler benutzt wird, und Partnerschaften mit ausgesuchten Verlagen einzugehen. Dieses Material wird mit dem Logo vom IB versehen.

Was ist das Profil eines IB-Schülers?

Das Ziel aller IB-Programme ist es, international ausgerichtete Menschen heranzubilden, die im Bewusstsein ihrer gemeinsamen Menschlichkeit und ihrer gemeinsam getragenen Verantwortung gegenüber diesem Planeten dazu beitragen, eine bessere und friedlichere Welt zu schaffen.

 

Die IB-Schüler bemühen sich,

 

wissbegierig zu sein.

Sie entwickeln ihre natürliche Neugierde. Sie erwerben die nötigen Fähigkeiten, um Untersuchungen durchzuführen und im Lernprozess Unabhängigkeit zu zeigen. Sie haben Freude am Lernen, und diese Vorliebe für das Lernen begleitet sie das ganze Leben.

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fachkundig zu sein.

Sie erforschen Konzepte, Ideen und Fragen von lokaler und globaler Bedeutung. Dadurch erhalten sie intensive Fachkenntnisse und entwickeln ihr Verständnis in vielen Fächern.

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nachzudenken.

Sie wenden ihr Denkvermögen kritisch und kreativ an, um komplexe Probleme zu erkennen und anzugehen und durchdachte und ethische Entscheidungen zu treffen.

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mitzuteilen.

Sie verstehen und vertreten Ideen und Informationen selbstbewusst und kreativ in mehr als einer Sprache und wenden dabei eine Vielfalt von Kommunikationsarten an. Sie arbeiten wirksam und bereitwillig mit anderen zusammen.

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ehrlich zu sein.

Sie handeln ehrlich und offen, mit einem Sinn für Fairness, Gerechtigkeit und Respekt vor Einzelpersonen, Gruppen und Gemeinschaften. Sie übernehmen Verantwortung für ihre eigenen Handlungen und deren Konsequenzen.

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aufgeschlossen zu sein.

Sie verstehen und schätzen ihre eigene Kultur und persönliche Lebensgeschichte und sind offen für die Perspektiven, Werte und Traditionen anderer Einzelpersonen und Gemeinschaften. Sie sind es gewohnt, sich mehrere Sichtweisen zu suchen und diese zu bewerten, und sind bereit, an solchen Erfahrungen zu wachsen.

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Sorge zu tragen.

Sie zeigen Einfühlungsvermögen, Anteilnahme und Respekt vor den Bedürfnissen und Gefühlen anderer Menschen. Sie stellen ihre Dienste zur Verfügung und handeln mit dem Ziel, im Leben anderer und in der Umwelt eine positive Veränderung zu bewirken.

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 mutig zu sein.

Sie verhalten sich mutig und besonnen in unbekannten und unsicheren Situationen und sind offen für die Erkundung neuer Rollen, Ideen und Strategien. Sie sind mutig und in der Lage, ihre eigene Meinung zu verteidigen.

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 ausgeglichen zu sein.

Sie verstehen die Wichtigkeit der intellektuellen, physischen und emotionalen Ausgeglichenheit, um das persönliche Wohlbefinden für sich selbst und andere zu erlangen.

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zu hinterfragen.

Sie betrachten ihren eigenen Lernprozess und ihre Erfahrung mit Umsicht. Sie sind in der Lage, ihre Stärken und Grenzen zu beurteilen und zu verstehen, um somit ihren Lernprozess und die persönliche Entwicklung zu fördern.

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