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IB-Attribute in die Praxis umsetzen

Als IB-Schule basiert unsere Ausbildung auf der Entwicklung von Kompetenzen und Fähigkeiten unserer Schüler.


22 Juni 2023

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Dieser Grundsatz findet auch in den Ideen des Schweizer Pädagogen Heinrich Pestalozzi Anklang, wonach die Pädagogik auf drei Grundpfeilern aufbauen sollte: dem Kopf, dem Herzen und den Händen. Mit anderen Worten, die Entwicklung der IB-Attribute (inquirers, knowledgeable, thinkers, communicators, principled, open-minded, caring, risk-takers, balanced e reflective) im Rahmen des Konzepts der Kompetenzen, die Teil der Schweizer (und brasilianischen) Bildung sind: individuelle, soziale und methodische Kompetenzen.

Eine Möglichkeit, diese Fähigkeiten bei unseren Schülern und Schülerinnen zu fördern, sind die von ihnen selbst gegründeten und geleiteten Clubs (mit Unterstützung der Stufenleitung und der Lehrpersonen), die sich mit spezifischen Themen für jede Aktivität befassen, die aber alle gemeinsam haben, dass sie im Rahmen ihrer verschiedenen Projekte verschiedene Fähigkeiten trainieren.

Der Club, der SMUN (Swiss Model United Nations) organisiert, bringt Schülerinnen und Schüler zusammen, die sowohl an unserer Schule als auch an anderen Schulen (im Allgemeinen internationalen, da die offizielle Sprache dieser Veranstaltungen Englisch ist) an UN-Simulationen teilnehmen. In diesen Simulationen entwickeln sie verschiedene Fähigkeiten, die sie im Laufe ihres akademischen Lebens hier an der Schule erarbeitet haben, wie z.B. die Fähigkeit, Ideen zu organisieren (mit denen sie nicht immer einverstanden sind), ein Land zu vertreten, selbstbewusst in einer Fremdsprache zu kommunizieren, verschiedene Standpunkte zu vertreten und zu überzeugen.

Bei TEDx macht die Fähigkeit, die recherchierten Themen in einer bestimmten Zeit, in einem bestimmten Raum und für ein bestimmtes Publikum zu verdichten, die Kraft der Synthese zu einer der am meisten entwickelten Fähigkeiten. Darüber hinaus zeigen die SchülerInnen, wie sie ein Thema, zu dem sie eine starke Affinität haben, zu einem interessanten Thema für alle machen können. Fähigkeiten wie das Eingehen von Risiken bei der Auswahl der Art und Weise, wie man Ideen präsentiert, das Wissen, wie man Argumente ordnet und über einen Inhalt reflektiert, machen diesen Club zu einem sehr wichtigen Lerninstrument.

In der Linie der Projekte von globalem Interesse erstellen die an GINs (Global Issues Network) teilnehmenden SchülerInnen ständig Projekte, die sich mit globalen Entwicklungsbewegungen und -bedürfnissen befassen. Sie beschäftigen sich mit einer Vielzahl von Themen, die von lokalen Beobachtungen ausgehen, z. B. wie man Abfall richtig entsorgt, wie man Lebensmittelabfälle vermeidet oder wie man die „Zero Plastic“ Initiative unterstützen kann. Mit diesen Aktionen ermutigen sie ihre MitschülerInnen dazu, sich zu beteiligen und sich für unsere Gemeinschaft einzusetzen.

Unter dem Blickwinkel globaler Fragen, die jedoch eher persönliche und psychologische Themen betreffen, beschäftigen sich die Schüler des Clubs Passou dos Limites (zu weit gegangen) mit der Entwicklung individueller und sozialer Kompetenzen. Darüber hinaus beschäftigen sie sich viel mit der Analyse und Akzeptanz anderer, wenn es um Themen wie die Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft, Möglichkeiten, zu guten sozialen Praktiken beizutragen, Mobbing usw. geht. Diese Diskussionen werden immer von der Schulpsychologin begleitet, die ebenfalls zu dieser kollektiven Entwicklung beiträgt.